Sellin – einfach dichter am Horizont …

… besser als in diesem Werbeslogan unserer Gemeinde kann man es kaum beschreiben, jenes Gefühl von Freiheit und Weite, das uns ergreift, wenn wir das erste Mal am Hochufer über der Seebrücke stehen und den faszinierenden Blick über das weite Meer und hinüber zu den Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund genießen. Dabei ist es ganz egal, ob es Sie im blühenden Frühjahr, im heißen Sommer, im goldenen Herbst oder aber im zuweilen eisigen Winter zu uns auf die Insel Rügen verschlägt – Deutschlands größte Insel und ihre heimliche Perle Sellin werden Sie rund ums Jahr in ihren Bann ziehen.

Im Jahre 1295 als „Zelinesche beke“ erstmals urkundlich erwähnt, war Sellin über sehr lange Zeit ein recht unscheinbarer Fischer-Bauern-Ort unter Herrschaft des Fürstenhauses zu Putbus. Dies änderte sich erst im späten 19. Jahrhundert, als die feine Gesellschaft aus den Städten das Baden im offenen Meer für sich entdeckte und demzufolge die ersten Logierhäuser, Pensionen und Hotels entstanden. Die Chroniken berichten, dass ab 1886 die ersten sog. „Badehütten“ am Selliner Strand auftauchten, 1893 das Damen- und Herrenbad in Betrieb gingen und man ab 1894 im ersten Warmbad am Strand mit Restauration von Heinrich Bunterbart sogar warme Bäder genießen konnte.

Ostseebad Sellin auf Rügen

Im Jahre 1899 fasste der Gemeinderat den Beschluss über die Erhebung einer Kurtaxe. Auch der erste Landungssteg – ein Vorgänger der Seebrücke – entsteht und wird zum Ausbooten der anreisenden Gäste benutzt. 1901 wird er zu einer 80 Meter langen und 11,5 Meter breiten Bootsanlegebrücke ausgebaut. Die rasante Entwicklung des Tourismus brachte es mit sich, dass schon 1906 ein Ausbau der Seebrücke auf sagenhafte 508 Meter Länge erfolgte und beispielsweise auch das Gemeindehaus mit Lesesaal und Warmbad in der heutigen Warmbadstraße (Sitz der Kurverwaltung) entstand.

In den Jahren von 1925 bis 1938 erlebte Sellin seine erste touristische Blütezeit mit weit über 10.000 Gästen pro Jahr. Die Anreise erfolgte per Schiff, mit der Bahn oder sogar per Wasserflugzeug auf der Route Sellin-Swinemünde-Stettin. Der 2. Weltkrieg und die Zerstörung der Seebrücke durch Eisgang im Jahre 1942 machten dieser Blüte jedoch vorerst ein Ende. Die Reste der Seebrücke, einst stolzes Wahrzeichen des Ortes, fristeten lange Jahre ein trauriges Dasein und wurden dann in den späten 70er Jahren komplett abgerissen.

Seebrücke Ostseebad Sellin auf Rügen

Es dauerte bis ins Jahr 1998, bis unsere Seebrücke wieder in altem Glanz eröffnet werden konnte. Zwar „nur noch“ 394 Meter lang, ist sie heute wieder das beliebte Fotomotiv, außerdem Anlaufpunkt für die Ausflugsschiffe im kleinen Fährverkehr zwischen Rügens Seebädern und hinüber zur Kreideküste. Im schmucken Seebrücken-Restaurant lässt es sich stilvoll speisen oder bei Kaffee und Kuchen dem bunten Treiben am Meer zusehen. Und nicht zu vergessen: Am Brückenkopf wartet sogar eine Tauchgondel darauf, Sie und Ihre Kids auf eine kleine Unterwasserreise ins Ökosystem Ostsee zu entführen.

Das alles und noch viel mehr sehen und erleben Sie in einem Urlaub in Sellin.
Wir sagen: Herzlich Willkommen!